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Sep062011

Über die Sonne, Fixsterne und Planeten
In einer klaren Nacht erscheint uns der Himmel wie eine tiefe, dunkle Schale, die mit vielen Sternen übersät ist. Die einen leuchten sehr hell, die anderen nur schwach; wieder andere sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen.
Das Licht mancher Sterne braucht Jahre, bis es die Erde erreicht, das Licht anderer Jahrhunderte, Jahrtausende oder sogar Jahrmillionen. Das sind gewaltige Entfernungen, denn das Licht legt in einer Sekunde 300000 km zurück.
Weil die Sterne so außerordentlich weit von der Erde entfernt sind, können wir die meisten Sterne nur durch sehr lichtstarke Fernrohre sehen. Je größer die Leistung der Fernrohre ist, um so .mehr Sterne lassen sich erkennen. Mit bloßem Auge kann man nur etwa 5500 Sterne feststellen.
Schon vor Jahrtausenden fassten Sternkundige einzelne Sterne zu Sternbildern zusammen und benannten sie nach Tieren und Sagengestalten. Die bekanntesten Sternbilder sind der Große und der Kleine Bär. Das Schwanzende des Kleinen Bären ist der Polarstern. Mit Hilfe der Sternbilder können wir uns am Himmel leichter orientieren.
Lange Zeit glaubten die Menschen, dass die einzelnen Sterne in den Sternbildern einen festen Platz am Himmelsgewölbe hätten. Sie nannten sie daher Fixsterne. (lat. fixes= fest ). Die Astronomen haben aber durch genaue Messungen mit feinen Instrumenten und mit Hilfe photographischer Aufnahmen festgestellt, dass alle diese Sterne sich mit großer Geschwindigkeit durch das Weltall bewegen. Es dauert jedoch Jahrzehnte, bis eine geringe Verlagerung zwischen den Fixsternen am Himmel erkennbar wird, da ihre Entfernung von der Erde so riesengroß ist.
Auch unsere Sonne ist ein Fixstern. Sie ist rund 150 Millionen km von der Erde entfernt. Ihr Durchmesser ist 109mal so groß wie der Durchmesser der Erde. Im Sonnenball hätten über eine Million Erdkugeln Platz.
Die Sonne ist, wie alle Fixsterne, eine glühende Gaskugel. Das Gas hat an der Oberfläche der Sonne eine Temperatur von 6000° C. Die Sonne strahlt daher nach allen Seiten viel Licht und Wärme aus. Nur ein ganz kleiner Teil dieser Strahlen trifft auf die Erde und beleuchtet und erwärmt sie. Die Sonnenbestrahlung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass auf der Erde Pflanzen gedeihen und Tiere und Menschen leben können.
Die Sonne ist ein Fixstern. Sie ist eine glühende Gaskugel mit einer Oberflächentemperatur von 6000°C. Als Quelle -des Lichts und der Wärme ist sie für uraltes Leben auf der Erde unentbehrlich.
Die Sonne wird von vielen kleineren Himmelskörpern, den Planeten, umkreist. Zu ihnen gehört auch unsere Erde. Die Bewegungen der Planeten werden schon sehr lange beobachtet. Der hellste Planet, die Venus, steht im Frühjahr als Abendstern im Westen, im Herbst als Morgenstern im Osten.
Die Planeten leuchten nicht selbst. Sie werden wie die Erde von der Sonne bestrahlt und werfen das Sonnenlicht zurück.
Die Größe der Planeten ist sehr verschieden. Die Erde mit einem mittleren Durchmesser von 12740 km gehört zu den kleineren. Die Venus ist fast ebenso groß. Am größten von allen Planeten ist der Jupiter. Sein Durchmesser ist mehr als elfmal so groß wie der Durchmesser der Erde.
Die Planeten bewegen sich in großen Kreisen um die Sonne. Sie führen aber noch eine zweite Bewegung aus. Sie drehen sich um sich selbst. Die Astronomen stellten auch die Dauer dieser Umdrehungen fest. Die Umdrehung des Planeten. Erde dauert 24 Stunden, also einen Tag.
Die Planeten sind nichtleuchtende Himmelskörper. Sie umkreisen die Sonne und erhalten von ihr das Licht.
Einige Planeten werden von einem oder von mehreren Monden umkreist. Auch die Erde hat einen Mond. Er ist ihr Nachbar im Weltall. Seine Entfernung von der Erde beträgt nur 384000 km. Daher erscheint er uns so groß am Himmel. Sein Durchmesser erreicht aber nicht einmal ein Viertel des Erddurchmessers.
Der Mond bewegt sich in 29,5 Tagen einmal um die Erde. Dabei verändert sich seine Lichtgestalt von Nacht zu Nacht. Sehen wir ihn heute als helle runde Scheibe (Vollmond), so erscheint er uns nach 12 bis 14 Nächten nur noch als eine schmale Sichel (abnehmender Mond). Schließlich wird er für unser Auge fast unsichtbar (Neumond). Dann taucht er am Himmel wieder als eine schmale Sichel auf, die diesmal nach der anderen Seite gebogen ist (zunehmender Mond). Zu diesem regelmäßigen Wechsel der Lichtgestalt kommt es, weil der Mond nicht selbst leuchtet, sondern von der Sonne aus verschiedenen Richtungen bestrahlt wird. Meist ist nur ein Teil der uns zugekehrten Mondoberfläche beleuchtet. Je nach der Stellung des Mondes zur Sonne ist dieser Teil größer oder kleiner.
Der Mond erhellt mit seinem zurückgestrahlt en Sonnenlicht unsere Nächte. Seine Oberfläche kennen wir recht genau, da sein Abstand von der Erde sehr gering ist.
Wir sehen schon mit bloßem Auge helle und dunkle Stellen. Sie werden durch Unebenheiten auf der Mondoberfläche hervorgerufen.
Der Mond ist ein Himmelskörper, der mit der Erde um die Sonne kreist. Er erhält sein Licht von der Sonne. Der Mond ist in verschiedenen Lichtgestalten zu sehen.
Sonnen- und Mondfinsternis. Einst hielten die Menschen Sonnen- und Mondfinsternisse für geheimnisvolle Zeichen überirdischer Wesen, vor denen sie erschraken. Aber schon seit langem wissen die Gelehrte, dass sich diese Erscheinungen leicht erklären lassen.
Beleuchte in einem verdunkelten Zimmer den Globus mit einer Taschenlampe (der Sonne) und halte einen kleinen Ball-(den Mond) zwischen Lampe und Globus! Der Ball wirft einen Schatten auf den Globus. Der Ball muss aber recht nahe an den Globus herangebracht werden. Hält man dagegen den Ball hinter den Globus, dann liegt der Ball in dessen Schatten. Ähnlich verhält es sich bei Sonnen- und Mondfinsternissen.
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht. Der Mond gerät dann in den Schatten, den die Erde wirft.
Eine Sonnenfinsternis tritt dagegen ein, wenn der Mond genau in die Verbindungslinie von Sonne und Erde tritt. In diesem Augenblick verdeckt er für einen Teil der Erdoberfläche die Sonne. Mondfinsternisse sind viel häufiger als Sonnenfinsternisse.
Die Sonne, die sie umkreisenden Planeten und deren Monde bilden unser Sonnensystem. Mit Milliarden anderer Fixsterne stellt es eine große Sternwolke dar. Ein Teil dieser Sternwolke zieht sich als ein breites, hellschimmerndes Band am Himmel entlang. In ihm stehen die Sterne besonders dicht. Es ist die Milchstraße. Jenseits dieser unermesslich großen Sternenwelt haben die Astronomen noch viele andere Sternwolken im Weltall entdeckt. Wir nennen sie auch Sternnebel, weil sie sogar in den stärksten Fernrohren nur wie ein Nebelfleck erscheinen.

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